Austausch zur Zukunft der Freizeitmobilität in Südwestfalen

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Vertreter aus Tourimus, Verwaltung und Verkehrsbetrieben waren der Einladung der Südwestfalen Agentur GmbH zum Netzwerktreffen rund um das Thema Freizeitmobilität in Südwestfalen gefolgt. Foto: Johanna Maurer-Pätzold / Südwestfalen Agentur GmbH

(EB). Südwestfalen mit den Tourismusregionen Sauerland und Siegen-Wittgenstein ist ein beliebtes Reiseziel. Wie man die Freizeitmobilität für Gäste und auch für Einheimische zukünftig attraktiver gestalten kann, darum ging es bei einem Netzwerktreffen im Rahmen der Mobilitätsstrategie Südwestfalen. Organisiert von der Südwestfalen Agentur GmbH und der Beratungsagentur Planersocietät, kamen Vertreterinnen und Vertreter von Kreisen und Kommunen, Tourismusverbänden, Industrie- und Handelskammern und Verkehrsverbünden zusammen. Gemeinsam arbeiteten sie an neuen Ideen für die Zukunft der Freizeitmobilität in Südwestfalen.

Ausflugsziele stark frequentiert

Für einen Tagesausflug in die schöne Natur Südwestfalens oder am Wochenende spontan zum Skifahren auf die Pisten im Hochsauerland? Gerade zu Stoßzeiten kann die touristische Beliebtheit an – und auf dem Weg zu – stark frequentierten Ausflugszielen zu Problemen führen: Volle Straßen, überfüllte Parkplätze und eine Belastung für die Anlieger sind die Folgen. Auf der anderen Seite ist in einer ländlich geprägten Region wie Südwestfalen für Gäste und auch Einheimische ohne eigenen Pkw das Fortkommen nur mit Bus und Bahn oft schwierig, je nach Reiseziel gar nicht möglich.

Mobilitätsstrategie Südwestfalen

Wie man diese Herausforderungen im Bereich Freizeitmobilität gemeinsam als Region anpacken und lösen kann, ist ein Teil der Mobilitätsstrategie Südwestfalen, die im Rahmen des NRW-Strukturprogramms REGIONALE 2025 und durch die Zusammenarbeit vielen verschiedener Akteure in der Region entstanden ist. Bei einem Netzwerktreffen in Wildewiese bei Sundern beschäftigten sich die Teilnehmenden nun intensiv mit der Frage, wie man – gedacht für die gesamte Region Südwestfalen – den Freizeitverkehr verbessern, alternative Mobilitätsangebote schaffen und gleichzeitig Gäste sowie Einheimische zur Nutzung animieren kann.

Einheitliche Angebote, Modellräume und Mobilitätsradar

Einheitliche und attraktive Angebote zu schaffen, wie zum Beispiel die Nutzung einer App, die Mobilitätsangebote in der gesamten Region bündelt und niedrigschwellig verfügbar macht, war eine Idee, die in den Workshops entstand. Ein „Mobilitätsradar“, der als Basis für einen Austausch zu bestehenden Projekten dient, eine andere. Auch war man sich einig, dass es Modellräume geben muss, die bei der Schaffung und Erprobung neuer Angebote beispielhaft vorausgehen und als Blaupause dienen können. „Ideen waren da zum Beispiel die Einrichtung von Mobilitätshubs oder Willkommensorten, an denen man vom eigenen Pkw oder von der Bahn auf andere Verkehrsmittel wie E-Bikes oder On-Demand-Busse umsteigen kann oder auch die Erprobung eines autofreien Dorfes,“ erklärt Projektmanager Mario Ziogas, der bei der Südwestfalen Agentur GmbH das Thema Mobilität betreut und den Workshop zusammen mit der Beratungsagentur Planersocietät organisierte.

Gemeinsame Riochtung erarbeitet

„Das Netzwerktreffen hat uns noch einmal darin bestätigt, wie wichtig es ist, das Thema Mobilität als gesamte Region zu denken“, ergänzt Dr. Stephanie Arens, die den Bereich Regionale Entwicklung bei der Südwestfalen Agentur GmbH leitet. „Denn so ein großes Thema können wir nur als Region gemeinsam angehen. Genau deshalb ist es so wichtig, dass wir mit der Mobilitätsstrategie für Südwestfalen nun eine gemeinsame Richtung haben, auf die wir hinarbeiten können, die es uns ermöglicht, uns untereinander auszutauschen, auf bereits Etabliertes aufzubauen, aber in Südwestfalen auch Raum für neue Ideen im Bereich Mobilität zu schaffen.“

Der Austausch im Rahmen der Mobilitässtrategie Südwestfalen geht weiter. Dem Netzwerktreffen rund um die Freizeitmobilität soll in diesem Jahr noch ein weiteres zum Thema Betriebliche Mobilität folgen.

wave.inc

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