
Bürgertelefon im Fokus
(PKU). „In der Krise Köpfe kennen“, so heißt es in vielen Ratgebern, die empfehlen, regelmäßig Krisenübungen durchzuführen. Das beherzigte die Kreisverwaltung mit dem Team der Bevölkerungsinformation und Medienarbeit (BuMA) und übte jetzt den Einsatz eines Bürgertelefons.
Bevölkerungsinformtion ist wichtig
Die Kreisverwaltung Unna ist die zuständige Katastrophenschutzbehörde, die bei Großeinsatzlagen oder in Katastrophenfällen das Krisenmanagement übernimmt. Eine Teilaufgabe ist die Bevölkerungsinformation und Medienarbeit (BuMA). Dazu gehört auch, bei Bedarf ein Bürgertelefon einzusetzen. Umsetzen soll das die Pressestelle der Kreisverwaltung. Und so lud sie ihr Team zur Übung. „In großen Schadenslagen ist es wichtig, dass sich die Verwaltung auf jeden einzelnen Baustein im Katastrophenschutz verlassen kann“, so Landrat Maio Löhr. „Für die Feuerwehren ist das die tagtägliche Arbeit, aber der Krisenstab kommt nur selten zusammen, muss aber im Ernstfall schnell funktionieren. Das geht nur, wenn die Abläufe klar sind.“
Abläufe im Blick
Das Bürgertelefon ist eine wichtige Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger, sich aktiv über die Lage sowie geplante und laufende Hilfsmaßnahmen zu informieren. Ihr kommt eine zentrale Bedeutung neben Informationskanälen wie Webseite, sozialen Netzwerken und dem Radio zu. Die Kreis-Pressestelle hat daher mit der IT-Abteilung und weiteren Partnern Strukturen entwickelt, um das Bürgertelefon schnell hochfahren zu können. Dazu gehört Personal aus der Verwaltung, ein geeigneter Raum mit Computern und Telefonen sowie eine zentrale Rufnummer, die eingehende Anrufe auf mehrere Apparate verteilt.
Unterstützung aus der Kreisstadt Unna
Diese Strukturen hochzufahren, die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu alarmieren, Rechner einzuschalten, Telefone anzumelden und erste Erfahrungen an einer Hotline zu sammeln – das war das Ziel der Übung. Unterstützung erhielt die Kreis-Pressestelle auch von der Kreisstadt Unna. Szenario war ein Unwetter, das über das südlichen Kreisgebiet gezogen ist. Das hatte fiktive Evakuierungen in den von Hochwasser betroffenen Gebieten zur Folge – und aufgeregte Fragen von Bürgerinnen und Bürgern, die sich dann am Bürgertelefon meldeten.
Fazit
Im Ergebnis, da waren sich alle einig, war es wichtig, den Arbeitsplatz und die Kolleginnen und Kollegen kennenzulernen sowie alle Abläufe einmal durchzuspielen – von der Alarmierung über das Krisengespräch am Telefon bis zur Entwarnung. Das Wissen und die Erfahrung sollen regelmäßig aufgefrischt werden – mit weiteren Übungen, um in einer Krise dann auch die Köpfe zu kennen.