„Play and Connect“ in Lüdenscheid

0
33
Abentur-Chefin Sandra Pawlas, Landrat Marco Voge und Lüdenscheids Bürgermeister Sebastian Wagemeyer (von links). Foto: Agentur für Arbeit

Gaming trifft Berufsorientierung – rund 80 Jugendliche im Gamer

(EB). Wie bringt man Jugendliche und Unternehmen auf Augenhöhe ins Gespräch? Die Woche der Ausbildung zeigte mit der Veranstaltung „Play and Connect“ im Gamer in Lüdenscheid, dass es auch spielerisch geht. Statt klassischer Bewerbungsgespräche stand der interaktive Austausch über Minispiele im Mittelpunkt.

Ganze Schulklasse vor Ort

Bereits um 11 Uhr, als die Türen öffneten, war eine ganze Schulklasse vor Ort. Insgesamt waren über den Tag verteilt rund 80 Jugendliche dabei – viele von ihnen hatten sich vorab über das Online-Portal angemeldet. Sie trafen auf 15 Unternehmen aus dem südlichen Kreis aus nahezu allen Branchen – von Metall und Elektro über den kaufmännischen Bereich und Lagerlogistik bis hin zu Gesundheit und Soziales. Die Unternehmen hatten Ausbildungsplätze und duale Studiengänge im Gepäck und stellten sich nicht nur samt Banner vor, sondern waren aktiv in die Spielstationen integriert. An 16 Spielstationen konnten die Jugendlichen mit den Unternehmen in Kontakt treten: Bei Basketball, Air-Hockey oder Geschicklichkeitsspiel gegeneinander und miteinander spielen und ganz nebenbei über die Ausbildung sprechen.

Jetzt noch Chancen auf einen Ausbildungsplatz nutzen!

Die Woche der Ausbildung ist eine bundesweite Aktion der Bundesagentur für Arbeit (BA), die jedes Jahr im März stattfindet. Ihr Ziel: Jugendliche, die noch keinen Ausbildungsplatz oder Studienplatz haben, zu aktivieren und zu motivieren. Denn auch wenn viele denken, dass es für dieses Jahr zu spät sei – das Gegenteil ist der Fall. „Wir wollten in diesem Jahr mal ein ganz anderes Angebot schaffen und für das Thema Ausbildung begeistern. Allein im Märkischen Kreis sind noch weit über 1.000 Ausbildungsstellen für dieses Jahr frei. Das zeigt: Da geht noch eine ganze Menge! Wichtig ist, jetzt aktiv zu werden und mit unserer Berufsberatung ins Gespräch zu kommen “, erklärt Arbeitsagenturchefin Sandra Pawlas.

Locker ins Gespräch kommen – ein Konzept, das überzeugt

Das innovative Konzept von „Play and Connect“ kam sowohl bei den Teilnehmenden als auch bei den Unternehmen gut an: „Cool, das ist echt mal eine ganz lockere und andere Location. Am Anfang haben sich die Jugendlichen noch nicht so recht getraut, aber nach ein, zwei Spielstationen kamen sie richtig ins Gespräch. Das ist anders als bei normalen Ausbildungsmessen, wo man sich nur am Stand gegenübersteht“, sagt der Azubi einer Firma. Auch die Jugendlichen bestätigten, dass das Konzept funktionierte: „Das ist schon wirklich anders als auf einer Messe. Ich habe mir vorher auf der Karte angesehen, zu welchem Arbeitgeber ich gehen will, und es war spannend, mit denen dann auch zu spielen. Sehr abwechslungsreich“, erzählt Schülerin Mia (16).

Kostenlos Bewerbungsfotos machen

Ein weiteres Unternehmen lobte den innovativen Ansatz: „Wirklich mal was anderes! So langsam nimmt das Ganze Fahrt auf. Wir sind jedes Jahr auf vielen Azubi-Veranstaltungen – man muss sich heutzutage einiges einfallen lassen. Mal sehen, was am Ende des Tages dabei herauskommt“, sagt ein Ausbildungsleiter. Ein besonderes Highlight war das Angebot, durch die Stadtentwicklungsgesellschaft Lüdenscheid und die Stadtverwaltung – Fachdienst Kinder- und Jugendförderung kostenlos Bewerbungsfotos machen zu lassen – eine Möglichkeit, die viele Jugendliche gern nutzten.

Woche der Ausbildung – ein wichtiges Signal

Die Woche der Ausbildung ist für die Region von besonderer Bedeutung, betont Sandra Pawlas: „Der Übergang von Schule in den Beruf ist eine entscheidende Phase. Mit Formaten wie ‚Play and Connect‘ machen wir diesen Weg einfacher und ansprechender für Jugendliche.“ Auch Landrat Marco Voge und Lüdenscheids Bürgermeister Sebastian Wagemeyer unterstrichen die Notwendigkeit solch niederschwelliger Angebote und die Wichtigkeit des Themas Ausbildung für die Region.

Fazit: Berufsorientierung mal anders

Mit dieser gelungenen Veranstaltung hat die Woche der Ausbildung gezeigt, dass Berufsorientierung auch abseits klassischer Formate erfolgreich sein kann.

wave.inc

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein